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03.september2010Linksrheinisches Komitee gegen Strahlengefahr
       23. Oktober 2010: Castorstreckenaktionsatag
  http://www.castorstreckenaktonstag.de
26.Juni2010Jülicher Nachrichten
         Atomkraftgegner proben die Sitzblockade

Jülich. An dem Streckenabschnitt 220 auf den Gleisen der Rurtalbahn haben eine Handvoll Atomkraft-Gegner am Samstag schon einmal die Aktionsform der Sitzblockade geübt. An einer solchen sollen sich, nach Meinung der Aktionisten, die Jülicher Bürger beteiligen, wenn die geplanten und genehmigten Atommülltransporte von Jülich ins Zwischenlager beginnen. weiter lesen

 

18.Juni2010Linksrheinisches Komitee gegen Strahlengefahr

        Anti Atom Aktion in Jülich

Das Linksrheinische Komittee gegen Strahlengefahr (LiKoS) lädt ein zu einer Antiatom-Demofahrt auf der geplanten Bahntransportstrecke der AVR-Castoren des Jülicher Schrottreaktors nach Ahaus. Nachdem die möglichen Straßen für Atomtransporte aus Jülich und Duisburg nach Ahaus im Januar Ziel eines Antiatomcorsos waren, wollen wir nun das erste Stück der Bahnstrecke, die nette, kleine RURTALBAHN demonstrativ und informativ befahren:
Sa. 26.6.: Treffpunkt Jülich Bahnhof  11.00, Auftaktkundgebung, Abfahrt 11:42,
11:45  Abstecher auf das Stichgleis, das vom Bahnhof "Forschungszentrum" in das FZ-Gelände führt und schon technisch aufgemöbelt worden ist, 12:45 Weiterfahrt nach Düren, Ankunft 13:02, Abschlusskundgebung vor dem Bahnhof. Bei Interesse danach Weiterfahrt Richtung Süden zum Stausee Obermaubach, dort gemeinsames Antiatompicknick/Kaffeetrinken mit Wie-weiter-Diskussion. (Bei Zeitknappheit geht das auch in Düren direkt)
Abfahrt von Köln Hbf 9:47, Umstieg in Düren 9:20 Richtung Jülich oder nachfragen bei
koelnergegenstrom@riseup.de
Abfahrt von Linnich mit der Rurtalbahn nach Jülich 10:28
Abfahrt von Aachen 9:41 Bushof Linie 11
Die Aktion wird nur verschoben, wenn es in Strömen gießt.
Kontakt auch zum Erhalt von Flugblättern als Mail oder direkt: s.o. und O177/8986174

 
11.Juni2010MÜNSTERLÄNDISCHEN ANTI-AKW-INITIATIVEN
        „Atommülllagerung komplett auf Prüfstand stellen“

 Mit ein wenig Erleichterung haben die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ sowie die Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Münsterland die Ankündigung der Bezirksregierung Münster aufgenommen, dass es im Juni noch keinen Atommülltransport nach Ahaus geben soll. Damit verschieben sich die Atommülltransporte inzwischen um ein halbes Jahr. Noch im November 2009 hatte die GNS von „Anfang 2010“ als geplantem Transportbeginn gesprochen, im Januar teilte die GNS bereits mit, sie liege „in den Startlöchern“.
„Nun hat die GNS alle Genehmigungen erhalten, doch der Transportbeginn verschiebt sich überraschend erneut – warum? Muss die GNS ihre in Duisburg, Jülich, Karlsruhe und anderswo gelagerten Atommüllfässer womöglich erst nach den kürzlich festgelegten „endgültigen“ Einlagerungsbedingungen für das geplante Endlager Konrad neu verpacken, bevor die Atommülltransporte nach Ahaus starten können? Wenn ja, wann sollen die ersten Fässer „endlagerfähig“ verpackt sein? Und wann ist nun tatsächlich mit den ersten Atommülltransporten nach Ahaus zu rechnen,“ fragt Felix Ruwe von der BI „Kein Atommüll in Ahaus“.

„Das Bundesamt für Strahlenschutz und die Bezirksregierung Münster sollten die neue Atempause für Ahaus nutzen und die Atommülltransporte nach Ahaus komplett aussetzen, um die Atommülllagerung komplett auf den Prüfstand zu stellen. Ahaus löst nicht die Entsorgungsprobleme für den deutschen Atommüll. Das gilt erst recht für die 152 Castoren aus dem Forschungszentrum Jülich, die ab März 2011 nach Ahaus transportiert werden sollen. Außerdem erwarten wir von der scheidenden Landesregierung in Düsseldorf einen kompletten Status-Bericht über die geplante Atommüllentsorgung an den NRW-Atomstandorten in Ahaus, Gronau, Duisburg, Jülich, Würgassen und Hamm,“ forderte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
Die Anti-Atomkraft-Initiativen rufen für den 20. Juni zu einem Sonntagsspaziergang am Zwischenlager Ahaus unter dem Motto „Atomtransporte stoppen – Atomausstieg jetzt“ auf. Am 3. Juli ist zudem ein landesweites Anti-Atom-Treffen in Duisburg geplant.
Weitere Infos: www.kein-castor-nach-ahaus.de, www.sofa-ms.de, www.urantransport.de, www.duisburg-atomfrei.de


25.April 2010Hanni Popiel, DIE LINKE Niederzier   

         Landesweite Anti Atom Proteste am 24.April
 

 
Am 24.April fanden Bundesweite Demos gegen Atomkraft statt. In Brunsbüttel waren es 120 000 Personen die da demonstrierten. In Brockdorf waren es  25 000 Personen und in Ahaus 6000 Menschen. Die derzeit regierenden PolitikerInnen  werden zum Umdenken kommen müssen, anhand solch einer Präsenz der Menschen.
Es kann nicht sein das die Kernenergie, die so viel radioaktiven Rückstände produziert, am Leben erhalten wird.
Die Kernenergie ist überholt und  sie ist überflüssig. Es gibt genug erneuerbare Energien die man nutzen könnte auch im Sinne unserer Kinder. Denn wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.
Deshalb war auch die Resonanz der Bevölkerung so gut. Zudem spielte das Wetter  sehr gut mit. Die Sonne lachte nur so vom Himmel als wollte sie sagen ich bin auch noch da. Bei der Demo waren sehr viele junge Menschen anwesend die gegen die Atomkraft demonstrierten. Sie wollen nicht in einer Welt leben die Radioaktive verseucht ist. Eins sollten wir uns merken, die Natur braucht uns nicht aber wir die Natur. Eine Energie deren Abfälle man nicht entsorgen kann sollte man nicht betreiben.

17.April 2010Linksrheinische Komitee gegen Strahlengefahr

        Anti- Atom Podium am 17.April in Düren

  Anti-Atom-Podium- Samstag, 17.04.2010 | 16.00 Uhr: Am 17. April 2010 fand in Düren aus Anlass der für den 24.4. geplanten Proteste gegen die Pläne, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern und den Atommüll unter anderem in Ahaus zwischen zulagern in Düren ein Anti- Atom Podium statt. Dabei stand natürlich auch die bevorstehende Landtagswahl in NRW im Zenit der anwesenden AtomkraftgegenerInnen. Das linksrheinische Komitee gegen Strahlengefahr und die LINKE aus Aachen sowie Jülich analysierten die gegenwärtige Energiepolitik. Der Energiepolitische Sprecher der NRW- LINKEN und Kandidat für den Landtag, Michael Aggelidis  verwies auch auf die Zusammenhänge zwischen den Interessen der Energiekonzerne und dem  Ausgang der Landtagswahlen für NRW. Rainer Drzymalla von der Kölner Gruppe „Gegenstrom" stellte in einem Vortrag sehr anschaulich gerade, dass es sich beim so genannten genannte „Brennstoffkreislauf“- von der Urangewinnung über Anreicherung und die Atomanlagen in NRW bis zur "Zwischenlagerung" verbrauchter radioaktiver Stoffe  "um eine tödliche Spirale" handelt. Peter Kämmerling, Sprecher der Ökologischen Plattform NRW und des AK Umwelt des KV Aachen stellte in seinem Referat die Bedeutung der alternativen Energiegewinnung vor. Im Anschluss fand eine rege Diskussion, vor allem über den geplanten Windpark rund um Titz  und die Zukunft alternativer Energiegewinnung statt. Alle Anwesenden waren sich darin einig, dass es bei der Energiegewinnung und dem Energieverbrauch dringend einer Kehrtwende bedarf und dass DIE LINKE  als einzige Partei in NRW entsprechende Konzepte in ihrem Wahlprogramm vorgelegt hat.      Pressebericht Aachener Zeitungsverlag, 23.4.10

18.März 2010 DIE LINKE NRW

        Doppeltes Spiel im Pinkwart- Ministerium?

Gemeinsame Pressemitteilung von Michael Aggelidis (Energiepolitischer Sprecher DIE LINKE. NRW) und Siegfried Faust (Stadtverordneter DIE LINKE. Jülich):  Wie am 10.März bekannt wurde, steht entgegen den Aussagen des Jülicher Forschungszentrums (FZJ) der Fahrplan für die Verlagerung von 152 mit Brennelementen gefüllten hochverstrahlten Castorbehälter vom gegenwärtigen Standort Jülich in das Zwischenlager Ahaus bereits fest. Beginnend im ersten Quartal 2011 sollen nach Informationen der Münsterländer Bürgerinitiativen bis zum 30.Juni 2013 im Schnitt 1,25 Behälter pro Woche nach Ahaus transportiert werden. weiter lesen


16.März 2010 DIE LINKE Jülich

        Reaktorbehälterzwischenlager genehmigt!

Die Kölner Bezirksregierung hat in einem Schreiben vom 9.März 2010 der LINKEN Jülich mitgeteilt, dass sie die Genehmigung für den Betrieb des Reaktorbehälterzwischenlagers (RB-ZL) für den verstrahlten AVR- Reaktorblock mit Wirkung vom 01.03.2010 erteilt hat. Die Genehmigung mit ihrem vollständigen Inhalt nebst Begründung liegt ab Montag, 15. März, zwei Wochen lang bei der Stadt Jülich, Bauordnungsamt, Zimmer 311, Große Rurstraße 17, 52428 Jülich, montags bis freitags 8.30 bis 12 Uhr, donnerstags 14 bis 18 Uhr zur allgemeinen Einsichtnahme aus.

 Inzwischen wurde bekannt, dass der Wissenschafts-Staatssekretär von Minister Pinkwart (FDP), Michael Stückradt, auch stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der Forschungszentrum Jülich GmbH (FZJ) ist - also eigentlich den Antragsteller für den geplanten Transport der 152 hochverstrahlten Castorbehälter von Jülich nach Ahaus vertritt! Während das Pinkwart- Ministerium nun laut Münsterlandzeitung behauptete, er habe in seiner Aufsichtsratsfunktion geschrieben, stellte der Ahauser Bürgermeister klar, dass es sich um einen offiziellen Brief aus dem Innovationsministerium handelte. Der Staatssekretär vermischt also seine Funktionen und versuchte, seine Doppelfunktion zu verschweigen. (Quelle: BI SOFA Münster)


01.02.2010, 17:35Jülicher Zeitung online:

 «Die Linke» beantragt Kinderkrebsstudie in der Region Jülich |

Jülich. «Die Linke» Jülich hat beim Rat der Stadt einen Antrag eingereicht, die ehemaligen Betreiber des AVR-Versuchsreaktor, aufzufordern, eine Kinderkrebsstudie nach den Kriterien der Universität Mainz in der Jülicher Region in Auftrag zu geben... weiter lesen


22.Februar2010 BI "AKW- NEE", Aachen

         LINKSRHEINISCHES KOMITEE GEGEN STRAHLENBELASTUNG GEGRÜNDET:

 AktivistInnen aus Köln, Aachen und Niederzier/ Jülich haben am "20. Februar 2010 in Jülich das "Linksrheinische Komitee gegen Strahlenbelastung" gegründet.


06.Februar2010 Die Regierung der Republik Bolivien

         Weltkonferenz der Völker über den Klimawandel und die Rechte der Mutter Erde

Die Republik Bolivien teilt mit, dass der bolivianische Präsident Evo Morales Ayma eine "Weltkonferenz der Völker über den Klimawandel und die Rechte von Mutter Erde",  vom 20. - 22. April 2010 in die Stadt Cochabamba einberufen hat.

Indem wir berücksichtigen, dass der Klimawandel eine reale Bedrohung für die Existenz der Menschheit, die Lebewesen und unserer Mutter Erde darstellt, wie wir heute wissen; indem wir auf die große Gefahr hinweisen, die für Inseln, Küstengebiete, Gletscherzonen des Himalaya, der Anden und der Gebirge der Welt, die Erdpole, heiße Zonen wie Afrika, Wasserquellen, Bevölkerungsgruppen, die von wachsenden Naturkatastrophen bedroht sind, Pflanzen, Tiere und Ökosysteme im allgemeinen bestehen....weiter lesen...   (Foto: mit freundl. Genehmigung der Botschaft der Republik Bolivien)

 


24. Januar 20109 DIE LINKE Jülich

        Autobahnaktion gegen Atomtransporte setzte ein Zeichen !

Die Autobahnaktion der Münsterländer Bürgerinitiative gegen Atomtransporte nach Ahaus, die von verschiedenen Umweltorganisationen, den GRÜNEN und der LINKEN unterstützt wurde, hat ein klares Zeichen in Richtung Schwarz- Gelb gesetzt: Die etwa 150 Demonstranten, die an der Abschlusskundgebung am 23.1.10  in Jülich teilnahmen, forderten sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie. Sowohl der aktuelle Störfall in Gronau als auch die bereits 1988 erfolgte Kontaminierung des Erdreiches unter dem Versuchsreaktor in Jülich wären Beweis genug, dass die Atomenergie niemals beherrschbar sein wird. Der Energiepolitische Sprecher der NRW- LINKEN, Michael Aggelidis, unterstrich in seiner Rede auf dem Jülicher Markt, "dass es nur eine Lösung geben kann, wenn auch die Machtpositionen der Energiemonopole, die auch für das Scheitern von Kopenhagen die Verantwortung tragen, gebrochen wird." DIE LINKE schließt sich der Forderung nach sofortigem Atomausstieg an und wird sich auch an den Protesten gegen die Urananreicherung am 24.1.10 in Gronau beteiligen.

DIE LINKE im Jülicher Rat hat einen Antrag an den Stadtrat gestellt, der die ehemaligen Betreiber des AVR- Forschungsreaktors auffordert, eine Kinderkrebsstudie in der Jülicher Region in Auftrag zu geben.

Pressebericht," Jülicher Nachrichten" (25.1.10): "Atommüll-Transport: Protestdemo in Jülich"


22. Januar 20109 DIE LINKE Jülich

         Störfall 1988? DIE LINKE Jülich verlangt umfassende Aufklärung  

Im Jahr 1988 gab es beim Betrieb des AVR- Versuchreaktors in Jülich einen  Störfall, bei dem der Boden unter dem Standort mit radioaktiven Material kontaminiert wurde.  DIE LINKE Jülich verlangt sowohl von der zuständigen Bundesbehörde als auch von den ehemaligen Betreibern des AVR eine lückenlose Aufklärung darüber, was 1978 passiert ist und welche Gefahr für die Jülicher Bevölkerung damals und heute ausgegangen ist bzw. ausgeht! Außerdem hat DIE LINKE im Jülicher Stadtrat  inzwischen beantragt, dass die ehemaligen Betreiber des AVR aufgefordert werden sollen, eine Kinderkrebsstudie in Auftrag  zu geben ....weiter lesen

TV - Bericht des WDR, Lokalzeit Aachen (20.01.2010):    "Verstrahlter Boden"


20. Januar 20109 DIE LINKE Jülich

        DIE LINKE unterstützt die Aktion der Bürgerinitiative „Münsterland gegen Atomanlagen“

Pressemitteilung, DIE LINKE Jülich

DIE LINKE unterstützt die Aktion der Bürgerinitiative „Münsterland gegen Atomanlagen“ am 23. Januar 2010, die unter dem Motto „Dem Castor entgegen“ einen Autokorso vom Ahaus über Duisburg zum Jülicher Forschungszentrum beinhaltet. Als Abschluss der Aktion, die sich vor Allem gegen die Zwischenlagerung von Castorbehältern in Ahaus- auch mit radioaktiven Brennelementen aus dem Jülicher Forschungszentrum- wendet, findet gegen 15 Uhr eine Abschlusskundgebung auf dem Jülicher Markt statt.

Der Energiepolitische Sprecher und Kandidat der Partei DIE LINKE auf der Landesliste für die Landtagswahlen in NRW, Michael Aggelidis, der auf der Kundgebung in Jülich die Position der Partei zur verfehlten Energiepolitik darlegen wird, äußerte dazu: „Statt die Laufzeiten der Kern- und Braunkohlekraftwerke zu verlängern, muss vor allem die regenerative Energiegewinnung weiter gefördert werden. Es ist unverantwortlich, eine Technologie voranzutreiben, die nicht beherrschbar ist und deren Hinterlassenschaft künftigen Genrationen aufgebürdet wird. Um hier eine Umsteuerung zu erreichen, ist es auch erforderlich, die Machtstellung der Energiemonople zu brechen“.

Der Stadtverordnete der Jülicher LINKEN, Siegfried Faust, der bereits zum Genehmigungsverfahren für die Zwischenlagerung des AVR Behälters in Jülich im November 2008 seine Skepsis in der Frage des Umganges mit den nuklearen Hinterlassenschaften der Versuchsreaktoren zum Ausdruck gebracht hatte, sieht sich angesichts der neuesten Erkenntnisse, die Vertreter des Forschungszentrums gegenüber den Mitgliedern des Jülicher Stadtrates offenlegten, darin bestätigt.

DIE LINKE schließt sich der Forderung der Atomkraftgegner „Keine Änderungsgenehmigung für neuen Atommüll nach Ahaus" an und erwartet jetzt, dass die Bürgerinnen und Bürger umfassend über alle den atomaren Müll betreffenden Vorhaben und deren Risiken aufgeklärt werden.


06. Januar 20109DIE LINKE Altkreis Jülich

          DIE LINKE fordert Aufklärung, was mit den Castoren in Jülich passieren soll

Auf Anfrage  des Stadtverordneten der Partei DIE LINKE im Jülicher Rat, ob der Stadt bekannt sei, ob in absehbarer Zeit Transporte von atomaren Müll der ehemaligen Kernforschungsanlage Jülich in das Zwischenlager Ahaus stattfinden sollen, antwortete der Bürgermeister nach Rücksprache mit dem FZJ am 21. Dezember 2009, dass solche Transporte nicht geplant seien.

Eine entsprechende Anfrage der Fraktion der GRÜNEN im Bundestag wird von den GRÜNEN allerdings so interpretiert, dass "die 152 Castor Behälter“, in denen derzeit hochradioaktive Brennelemete auf dem Gelände des Jülicher Forschungszentrums (FZJ) zwischengelagert werden, „schon bald in das Zwischenlager Ahaus transportiert werden" sollen.

Im Widerspruch dazu soll der inzwischen abgebaute hochverstrahlte AVR- Reaktorbehälter in "auf der grünen Wiese" in Jülich "eingelagert“ werden (siehe Artikel "Einwendungen gegen das Genehmigungsverfahren" vom 30.12.2008, Unten, grau unterlegt).

Als Reaktion auf die unbefriedigende Antwort des FZJ und der Stadt auf die Anfrage des Jülicher Stadtverordneten der LINKEN hat die Fraktion der GRÜNEN im Jülicher Rat beantragt, dass auf der nächsten Ratssitzung am 18. Februar 2010 ein Vertreter des FZJ zur Lagerung der 152 Castoren vor dem Stadtrat Auskunft erteilen muss.

DIE LINKE im Jülicher Rat fordert nachdrücklich, dass die Öffentlichkeit in Jülich und der Aachener Region lückenlos über die Problematik der Zwischenlagerung sowohl von radioaktiv verseuchten Müll als auch dem verstrahlten AVR- Behälter in Kenntnis gesetzt wird.


08.Dezember 2009Initiative: "Kein Castor nach Ahaus"

            Atomtransporte nach Ahaus ab 2010 erwartet!

Am 11.11.09 wurde bereits die Einlagerung von mittel- und schwach-radioaktivem Abfall aus dem Betrieb und dem Abbau alter Atomanlagen genehmigt. Diese Transporte könnten noch in diesem Jahr rollen. Vor Ablauf der Genehmigungsfrist 2019 soll der gesamte angelieferte Atommüll von Ahaus in den Schacht Konrad bei Salzgitter zur Endlagerung gekippt werden!  Und auch aus Jülich möchten die Betreiber des Brennelementelagers Ahaus weitere Castoren in Ahaus einlagern. Ein Genehmigungsantrag zur Einlagerung für 152 Castorbehälter vom Typ THTR/AVR sei beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) gestellt worden, ist bis jetzt aber noch unvollständig. Die Castorbehälter sind derzeit auf dem Gelände des Kernforschungszentrum Jülich "zwischengelagert"..

Anfrage der LINKEN im Jülicher Rat dazu an den Bürgermeister der Stadt Jülich als PDF- Datei

Seit 2006 laufen beim Bundesamt für Strahlenschutz Genehmigungsanträge für 150 Transportbehälter aus La Hague (Frankreich) vom Typ TGC36. Die Anträge sind eingereicht, aber noch unvollständig. Außerdem müssen für die Zwischenlagerung eigene Behälter entwickelt werden. Laut BfS ist der Zeitraum des Transportbeginns noch nicht abzusehen.        Mehr: http://www.kein-castor-nach-ahaus.de/


Presseartikel: veröffentlicht in den Jülicher Nachrichten (AZV), 30.Juli 2009, Seite 15

        "ATOMMÜLL- LAGER  AUF DEM MARKT"

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow- Dannenberg macht mit einer krassen Performence auf die strahlenden Hinterlassenschaften der Atomenergienutzung aufmerksam. Sofortiger Ausstieg gefordert (von SIMONE DOLFUS)

Jülich. Die Farbkombination Schwarz-gelb ist den Atomkraftgegnern der Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (Gorleben) in mehrfacher Hinsicht nicht geheuer. Einerseits wird mit dieser Farbkombination vor radioaktivem Material gewarnt.

andererseits ist die dahinter stehende politische Konstellation keine Wunschvorstellung für die niedersächsischen Aktivisten, die mit ihrem «Anti-Atom-Bus» auf dem Jülicher Marktplatz Station machten.

Dort suchten sie nach einem geeigneten Platz, um Atommüll abzuladen, warben mit schwarz-gelben Sammlbüchsen um den radioaktiven Müll der Passanten. Mit ihrer Performance will die Bürgerinitiative darauf aufmerksam machen, dass niemand den Atommüll vor der Haustüre haben will. Aber die Umweltschützer wollen auch darstellen, wie aus ihrer Sicht willkürlich Gutachten über vermeintlich sichere Zwischen- und Endlager erstellt werden.

Gerhard Harder von der BI Lüchow-Dannenberg spricht sogar von «gekauften Gutachtern». «Das Herbeischaffen von Rohstoffen wie Uran verursacht Riesenschäden, der Betrieb der Atomkraftwerke ist nicht sicher - und anschließend weiß keiner, wohin mit dem Müll», klagt Harder.

Gerade in Jülich, wo die Reaktoren quasi vor der Haustür stünden, wolle man die Menschen für die Probleme der Atomkraft sensibilisieren. «Hier gibt es eine extreme Verstrahlung des AVR- Reaktors. Der atomare Müll wird hier momentan in einer simplen Industriehalle gelagert, der weder gegen Terroranschläge noch gegen Flugzeugabstürze gesichert ist», beschwert sich Martina Haase von der Aachener Initiative «AKW - nee!».

Ab 2011 rechnen die Umweltaktivisten auch für Jülich mit Blockaden wie in Gorleben, da ab diesem Zeitpunkt der Jülicher Müll ins Zwischenlager Ahaus transportiert werden soll. «Ein Endlager für den nuklearen Müll gibt es übrigens bis heute weltweit nicht», ergänzt Harder.

Viel Geld im Spiel

Harder und Haase verweisen darauf, dass bei der Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken viel Geld im Spiel ist. «50 bis 100 Milliarden Euro könnten die Betreiber dann zusätzlich einsammeln!» Man versuche deshalb gezielt, die Menschen über die Möglichkeiten alternativer Energiequellen zu täuschen.

«Heute können wir mit regenerativen Energien bereits 18 Prozent des Strombedarfs decken. Dabei hieß es vor zehn Jahren noch: Die Regenerativen sind reine Spielerei und kommen nie über zwei Prozent hinaus!», erinnerte Gerhard Harder an die damalige «Propaganda» der Kraftwerksbetreiber. Für Harder, Haase und die anderen Aktivisten, gibt es nur ein Ziel: Atomausstieg sofort.

Deshalb sind sie bereits seit vier Wochen auf Tour durch Deutschland und angrenzende Nachbarländer, um am 5. September in Berlin einzutreffen. Dort soll eine Großdemonstration auf die Missstände aufmerksam machen. Dem Protest auf dem Jülicher Marktplatz hatte sich indes die örtliche «Linke» angeschlossen. «Eine Technik, die man nicht beherrscht, darf man nicht weiter betreiben», so Manfred Penners, Sprecher der Jülicher «Linken»
.
 

Grafik: AK Umwelt, DIE LINKE Aachen

 

DIE LINKE Jülich, Siegfried Faust, 30.12.2008

           Einwendung gegen das Genehmigungsverfahren für den Abriss und die Verlagerung des Forschungsreaktorbehälters AVR:

Die Partei DIE LINKE Jülich hatte gegenüber der Bezirksregierung Einwendungen gegen das Genehmigungsverfahren für den Abriss und die Verlagerung des AVR- Behälters und für den Bau der Reaktorzwischenlagerstätte (RBZL) vorgebracht.

DIE LINKE Jülich protestiert sowohl gegen das Genehmigungsverfahren für den Abriss des Reaktorblockes (RB) als auch gegen die Verlagerung des AVR- Behälters des Forschungszentrums Jülich (FZJ) und den Bau der "Reaktorzwischenlagerstätte".

Begründet wurden die Einwendungen unter Anderem mit der Sorge, dass die geplante Reaktorzwischenlagerstätte weder gegen eventuelle Flugzeugabstürze noch gegen Erdbeben gesichert sei. Die Tatsache, dass Jülich beispielsweise sehr oft von AWAC- und schweren Transportflugzeugen der NATO in geringer Höhe überflogen wird sowie die tektonische Besonderheit der "Jülicher Scholle" unterstreichen diese Sorge.

Außerdem sorgt das Vorhaben, bei der Lagerung des Reaktorblockes (RB) im RBZL entstehendes Wasserstoffgas in Druckluftbehälterflaschen abführen zu wollen, für einigen Klärungsbedarf.

Beide Genehmigungsverfahren wurden zwar in der örtlichen Presse angekündigt und konnten in Amtsblättern eingesehen werden - die Partei DIE LINKE bemängelt aber, dass die Problematik durch die viel zu kurz angesetzte Auslegezeit den Bürgerinnen und Bürgern nicht in vollem Umfang verständlich gemacht wurde. Außerdem wurden die Kommunen der betroffenen Region, einschließlich Belgien und den Niederlanden, nicht über das Vorhaben der Reaktorzwischenlagerung im Jülicher Umland in Kenntnis gesetzt.
 

Beim Erörterungstermin zum Genehmigungsverfahren am 24.November 2008 im Aachener Eurogress verteidigten die Bezirksregierung sowie VetretrInnen des Jülicher Forschungszentrums und des TüV Rheinland die Genehmigungsverfahren für den Abriss und die Zwischenlagerung des AVR Reaktorblockbehälters gegenüber den Einwendern
 

So wurde von einem Vertreter des FZJ die Ansicht vertreten, dass durch die inzwischen durchgeführte komplette Verfüllung des Raktorblockbehälters mit Porenleichtbeton die Vertrahlungsgefährdung, die vom AVR-RB ausgehen könnte, auf ein seiner Meinung nach akzeptables Minimum reduziert wurde. Eine Vertreterin des TüV- Rheinland  stufte die Wahrscheinlichkeit, dass der RBZL durch ein Erdbeben betroffen werde könnte, als unbedenklich ein. Die Bedenken der LINKEN Jülich, dass sich das RBZL innerhalb des direkten Start- und Landekorridors des US- Air Force- Stützpunktes Geilenkirchen befände und die über Jülich oft weit unterhalb der vorgeschriebenen 600 Meter Flughöhe fliegenden NATO- Jets nicht nur ein großes Gefahrenpotential für die Einwohner der Stadt sondern dann auch zusätzlich noch eine direkte Vertrahlungsgefahr als Folge eines Absturzes ( z.B. im Landeanflug) in sich bergen, wurden vom TüV als "statistisch falsch" dargestellt. Jülich befände sich nicht in einem Flugkorridor, da der Stützpunkt der US- Air- Force weiter als 25 Kilometer entfernt wäre!
 

DIE LINKE Jülich hat diese unverantwortliche Darstellung massiv kritisiert. In der TV- Sendung Lokalzeit des WDR Aachen am 25.11.2008 konnte der Sprecher der LINKEN Jülich, Siegfried Faust, den Standpunkt seiner Partei, vor allem zur Situation der Tiefflüge der NATO-Flugzeuge über dem Jülicher Stadtgebiet, öffentlichkeitswirksam vortragen.

Eine abschließende Erklärung der Bezirksregierung in dieser Angelegenheit liegt noch nicht vor, DIE LINKE Jülich wird aber die Umsetzung des RB des AVR kritisch beobachten.

In der Konsequenz hat sich DIE LINKE Jülich  vorgenommen, in der nächsten Legislatur im Jülicher Stadtrat sowohl die Durchführung einer wissenschaftlichen Kinderkrebsstudie in der Region Jülich zu beantragen bzw. einzufordern  als auch darauf hin zu wirken, dass die Landes- und die Bundesregierung die US- Air- Force auffordert, sich künftig strikt an die vorgeschriebenen Luftkorridore und Flughöhenzu zu halten sowie das das Ablassen von Kerosin über dem Jülicher Stadtgebiet künftig generell zu unterbleiben hat.  Dies Punkte wurden deshalb in das Wahlprogramm der LINKEN Jülich für die Kommunalwahlen 2009 übernommen.

 

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