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10. Mai 2011 Gregor Gysi  
Konzept der Bundestagsfraktion DIE LINKE für den Atomausstieg  

Audio / Pressestatement:

FDP: Bahr als Gesundheitsminister ist Angriff auf gesetzliche Krankenkassen / Konsens mit Anti-Atom-Initiativen: LINKE für Ausstieg in 7 Schritten / Syrien ohne Öl: NATO greift nicht ein / Griechenland: Kanzlerin muss sich in der Debatte zu Wort zu melden

10.05.2011, Gregor Gysi

 
Wir haben uns mit Anti-Atom-Initiativen und -verbänden über die sieben nötigen Schritte zum Atomausstieg verständigt:
  1. 11 AKW müssen 2011 stillgelegt werden,
  2. Atomausstieg ist möglich bis 2014,
  3. Atomausstieg muss ins Grundgesetz,
  4. Klimaschutz und Ausstieg sind kein Widerspruch,
  5. wir brauchen eine Strompreiskontrolle,
  6. wir brauchen Förderung Guter Arbeit für die vom Ausstieg betroffenen Beschäftigten der AKW,
  7. wir sind die Einzigen, die für die Entmachtung der Stromkonzerne sind.
 
 
   
28. 05. 2011: Atomkraft: Schluss! Demonstrationen in 21 Städten, u.a. in Bonn  
    Die Reaktorkatastrophe von Fukushima hat erneut gezeigt: Atomkraft ist unbeherrschbar und birgt ein tägliches, tödliches Risiko. Hunderttausende gehen deshalb in diesen Monaten bundesweit auf die Straße und fordern entschieden den Atomausstieg. Die Bundesregierung aber will erst im Juni beschließen, welche Konsequenzen sie aus Tschernobyl und Fukushima zieht. In Wahrheit wird der öffentliche Druck bestimmen, ob jetzt endlich Schluss mit der gesamten Atomindustrie ist. Unsere Chance, den Ausstieg durchzusetzen, war daher noch nie so groß. Wir wollen am 28. Mai mit zigtausenden Menschen ein kraftvolles Signal an die Regierung senden. Nach Fukushima gibt es nur noch eine Richtung und die heißt: Alle AKW abschalten – sofort und endgültig! 
 
  Treffpunkt zu den Demos (Aachen): Samstag, 28. Mai um 09:30  am  Hauptbahnhof Aachen  
 

31.Januar2011STOP Westcastor (ASW) 

Eindrucksvolle Anti Atom Demo am 30. Januar in Jülich
Am 30. Januar fand in Jülich eine Demonstration gegen die geplante Verschiebung von 152 hoch verstrahlten Castorbehältern in das Zwischenlager Ahaus statt. Etwa 500 DemonstrantInnen bekundeten ihren Unmut sowohl über diese Verschiebungsabsichten als auch gegenüber der  Schwarz- gelben Atompolitik. Während der Kundgebung vor dem Tor des Jülicher Forschungszentrums erklärten die beiden Bundestagsabgeordneten Oliver Krischer (B90 /GRÜNE) und Andrej Hunko (DIE LINKE) ihre ablehnende Haltung zu den Castortransporten und zur deutschen sowie europäischen Atompolitik. Die Position der Münsterländer Anti Atom Bewegung vertrat Heiner Möller, Udo Bucholz aus Gronau prangerte die Praktiken der dortigen Urananreicherung an und für das ASW sprachen sich Martina Haase und Siegfried Faust gegen die Castorverlagerungspläne aus. Diese Demo hat ein eindrucksvolles Zeichen gegenüber den Verantwortlichen für die Transportpläne gesetzt: Kreuz und quer- geht nicht mehr!  MEHR ...

 
16.Januar 1011 Westcastor.de
Aktionsbündnis STOP Westcastor.de gegründet
Am 15. Januar 2011 würde in der Jülicher Stadthalle das Aktionsbündnis Westcastor gegründet. Den 52 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Gründungsveranstaltung wurden vom Versammlungsleiter Siegfried Faust (DIE LINKE Jülich) und dem GRÜNEN Bundestagsabgeordneten Oliver Krischer Vorhaben und Ziele dieses Anti- AKW - Bündnisses vorgestellt. Zu vor erläuterte Paul Nelles (LINKE Jülich) die rechtliche Situation eines solchen Aktionsbündnisses. Nach umfangreichen Diskussionen wurden ein Vier- Punkte Programm verabschiedet. Als  Schwerpunkt und erste Herausforderung stellt sich für das Bündnis die Organisation und Durchführung der Anti- Castor- Demo am 30.1. um 14:00 Uhr am Jülicher Forschungszentrum dar...  WEITERLESEN
 
UMWELT, FORSCHUNG & ENERGIEPOLITIK
 
Gorleben: Mitglieder der Partei DIE LINKE aus Aachen und Jülich beteiligten sich an den Aktionen der Castor- GegnerInnen im Wendland (Foto-v.l.: H.Heck, M.Jungblut, D.Dunker und S.Faust als Teilnehmer der Sitzblockade der Castorstrecke vor Gorleben, 07.11.10 )In einer gemeinsamen Pressemitteilung verurteilten der Kreiverband DIE LINKE Aachen und DIE LINKE im Jülicher Rat u.A. das unangemessene Vorgehen der Polizei gegen friedliche Demonstarntinnen und Demonstarnten. Ferner wurde gefordert, dass für die Polizeieinsätze die die kosten übernehmen sollten, die für das Entstehen von Atommüll die Verantwortung tragen!
 
Pressebericht: 27.Oktober2010Neue Rheinische Zeitung
"Folgt Angela Merkels „Revolution“ nun die zivile Gegenrevolution?...“ von Hans-Dieter Hey
  Köln:An diesem Samstag trafen sich 200 Aktivisten zur Auftaktaktion „Castor schottern!“ auf dem Kölner Rudolfplatz. Die bundesweiten Proteste sollen ihren Höhepunkt in einer Großdemonstration ab 6. November in Dannenberg/Wendland finden, um das Hin- und Herkarren des schwergiftigen Atommülls zu verhindern und den Atomausstieg einzufordern. Kanzlerin Merkel war auf Druck der Energie-Lobby eingeknickt und hatte den Ausstieg aus dem halbherzigen Atomausstieg der damaligen rot-grünen Regierung gekippt und kürzlich als „Revolution“ bezeichnet. Offenbar folgt dieser politischen Rückwärtsrolle ohne Zustimmung des Volkes nun die zivile „Gegenrevolution“. Nach „Krachschlagen gegen Harz IV“ und „Stuttgart 21“ folgt nun...  weiter lesen  
 
23.Oktober 2010Linksrheinische Komitee gegen Strahlengefahr
Pressemitteilung des Komitees zum Castorstreckenaktionstag
   
Jülich, Köln, Neuss: Beim Castorstreckenaktionstag am 23.10.2010 protestierten AtomkraftgegnerInnen aus unserer Region gegen den Transport von Castorbehältern mit hoch verstrahltem Atommüll von Jülich in das Zwischenlager Ahaus. In Jülich, Düren, Horrem sowie in Köln- Ehrenfeld fanden Protestaktionen statt. In Köln forderten etwa 100 Demonstranten den sofortigen Ausstieg aus der Kernenergie. Die Abschlussdemonstration in Neuss endete mit einer Protest- kundgebung auf dem Markt. Der Energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion DIE LINKE NRW, Michael Aggelidis, prangerte unter Anderem das für Menschen und Umwelt folgenschwere Zusammenspiel von schwarz- gelber Klientelpolitik und
den Interessen der Energiekonzerne an. Siegfried Faust, LINKER Stadtverordneter in Jülich, verwies sowohl in Köln als auch in Neuss auf das unselige Erbe, dass der AVR Versuchsreaktor in Jülich hinterlassen hat. Außerdem bekräftigte er die Forderung nach einer Kinderkrebsstudie in der Jülicher Region.  
www.castorstreckenaktionstag.de      Die Rede von S.Faust als pdf      Die Rede von M.Aggelidis (MdL) als pdf
 
01.Oktober 2010 DIE LINKE. NRW,
DIE LINKE. NRW fordert Moratorium für Atomtransporte

Die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke ist energiepolitisch und sozial eine Katastrophe. Einmal mehr zeigt die schwarz-gelbe Koalition, dass sie zu Handelsvertretern der großen Konzerne herabgesunken ist, dass sie einzig und allein Kapitalinteressen vertritt und mitnichten das Wohl der Allgemeinheit. weiter lesen



07.September  2010 DIE LINKE Jülich
Fragen zum Jülicher Forschungsreaktor AVR weiter unbeantwortet
Jülich: Die Kosten für den Rückbau des Jülicher AVR- Versuchsreaktors haben sich offensichtlich wesentlich erhöht. Statt der 2006 für den Reaktorabriss veranschlagten 612 Millionen Euro ist jetzt von einer Steigerung um 213 Millionen Euro die Rede. Die Ursache für die Verteuerung könnte durchaus dadurch begründet sein, dass die durch den Störfall von 1978 aufgetretene Bodenkontamination in Folge abriss bedingter neuer Erkenntnisse deutlich schlimmere Ausmaße angenommen hatte, als nach wie von den AVR- Betreibern zugegeben wird. Diese neue Situation verlang nach Ansicht der Jülicher LINKEN auch eine Neubewertung der durch den 1978ér Störfall aufgetretenen radioaktiven Belastung der Menschen im Jülicher Land. Deshalb fordert DIE LINKE Jülich die Betreiber des Versuchsreaktors auf, die vom Jülicher Stadtrat am 18.02.10 auf Antrag der LINKEN beschlossene Forderung (59/2010), eine Kinderkrebsstudie in der Jülicher Region durchführen zu lassen, schnellstmöglich umzusetzen.
 
07.September  2010 DIE LINKE NRW
Atomkraft abschalten – Jetzt Laufzeitverlängerung verhindern
Düsseldorf: Zu den Plänen der Bundesregierung, die Laufzeiten für Atomkraftwerke zu verlängern, erklären Claudia Jetter, umweltpolitische Sprecherin DIE LINKE. NRW und Hubertus Zdebel, Landessprecher DIE LINKE. NRW....weiter lesen

 

26.Juni2010Jülicher Nachrichten
 Atomkraftgegner proben die Sitzblockade Jülich.
An dem Streckenabschnitt 220 auf den Gleisen der Rurtalbahn haben eine Handvoll Atomkraft-Gegner am Samstag schon einmal die Aktionsform der Sitzblockade geübt. An einer solchen sollen sich, nach Meinung der Aktionisten, die Jülicher Bürger beteiligen, wenn die geplanten und genehmigten Atommülltransporte von Jülich ins Zwischenlager beginnen. weiter lesen
 


25.April 2010Hanni Popiel, DIE LINKE Niederzier   
Landesweite Anti Atom Proteste am 24.April
Am 24.April fanden Bundesweite Demos gegen Atomkraft statt. In Brunsbüttel waren es 120 000 Personen die da demonstrierten. In Brockdorf waren es  25 000 Personen und in Ahaus 6000 Menschen. Die derzeit regierenden PolitikerInnen  werden zum Umdenken kommen müssen, anhand solch einer Präsenz der Menschen.
Es kann nicht sein das die Kernenergie, die so viel radioaktiven Rückstände produziert, am Leben erhalten wird.
Die Kernenergie ist überholt und  sie ist überflüssig. Es gibt genug erneuerbare Energien die man nutzen könnte auch im Sinne unserer Kinder. Denn wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.
Deshalb war auch die Resonanz der Bevölkerung so gut. Zudem spielte das Wetter  sehr gut mit. Die Sonne lachte nur so vom Himmel als wollte sie sagen ich bin auch noch da. Bei der Demo waren sehr viele junge Menschen anwesend die gegen die Atomkraft demonstrierten. Sie wollen nicht in einer Welt leben die Radioaktive verseucht ist. Eins sollten wir uns merken, die Natur braucht uns nicht aber wir die Natur. Eine Energie deren Abfälle man nicht entsorgen kann sollte man nicht betreiben.


17.April 2010Linksrheinische Komitee gegen Strahlengefahr
Anti- Atom Podium am 17.April in Düren
Anti-Atom-Podium- Samstag, 17.04.2010 | 16.00 Uhr: Am 17. April 2010 fand in Düren aus Anlass der für den 24.4. geplanten Proteste gegen die Pläne, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern und den Atommüll unter anderem in Ahaus zwischen zulagern in Düren ein Anti- Atom Podium statt. Dabei stand natürlich auch die bevorstehende Landtagswahl in NRW im Zenit der anwesenden AtomkraftgegenerInnen. Das linksrheinische Komitee gegen Strahlengefahr und die LINKE aus Aachen sowie Jülich analysierten die gegenwärtige Energiepolitik. Der Energiepolitische Sprecher der NRW- LINKEN und Kandidat für den Landtag, Michael Aggelidis  verwies auch auf die Zusammenhänge zwischen den Interessen der Energiekonzerne und dem  Ausgang der Landtagswahlen für NRW. Rainer Drzymalla von der Kölner Gruppe „Gegenstrom" stellte in einem Vortrag sehr anschaulich gerade, dass es sich beim so genannten genannte „Brennstoffkreislauf“- von der Urangewinnung über Anreicherung und die Atomanlagen in NRW bis zur "Zwischenlagerung" verbrauchter radioaktiver Stoffe  "um eine tödliche Spirale" handelt. Peter Kämmerling, Sprecher der Ökologischen Plattform NRW und des AK Umwelt des KV Aachen stellte in seinem Referat die Bedeutung der alternativen Energiegewinnung vor. Im Anschluss fand eine rege Diskussion, vor allem über den geplanten Windpark rund um Titz  und die Zukunft alternativer Energiegewinnung statt. Alle Anwesenden waren sich darin einig, dass es bei der Energiegewinnung und dem Energieverbrauch dringend einer Kehrtwende bedarf und dass DIE LINKE  als einzige Partei in NRW entsprechende Konzepte in ihrem Wahlprogramm vorgelegt hat.      Pressebericht Aachener Zeitungsverlag, 23.4.10

18.März 2010 DIE LINKE NRW
 Gemeinsame Pressemitteilung von Michael Aggelidis (Energiepolitischer Sprecher DIE LINKE. NRW) und Siegfried Faust (Stadtverordneter DIE LINKE. Jülich):  Wie am 10.März bekannt wurde, steht entgegen den Aussagen des Jülicher Forschungszentrums (FZJ) der Fahrplan für die Verlagerung von 152 mit Brennelementen gefüllten hochverstrahlten Castorbehälter vom gegenwärtigen Standort Jülich in das Zwischenlager Ahaus bereits fest. Beginnend im ersten Quartal 2011 sollen nach Informationen der Münsterländer Bürgerinitiativen bis zum 30.Juni 2013 im Schnitt 1,25 Behälter pro Woche nach Ahaus transportiert werden. weiter lesen

16.März 2010 DIE LINKE Jülich
Reaktorbehälterzwischenlager genehmigt!

Die Kölner Bezirksregierung hat in einem Schreiben vom 9.März 2010 der LINKEN Jülich mitgeteilt, dass sie die Genehmigung für den Betrieb des Reaktorbehälterzwischenlagers (RB-ZL) für den verstrahlten AVR- Reaktorblock mit Wirkung vom 01.03.2010 erteilt hat. Die Genehmigung mit ihrem vollständigen Inhalt nebst Begründung liegt ab Montag, 15. März, zwei Wochen lang bei der Stadt Jülich, Bauordnungsamt, Zimmer 311, Große Rurstraße 17, 52428 Jülich, montags bis freitags 8.30 bis 12 Uhr, donnerstags 14 bis 18 Uhr zur allgemeinen Einsichtnahme aus.

 Inzwischen wurde bekannt, dass der Wissenschafts-Staatssekretär von Minister Pinkwart (FDP), Michael Stückradt, auch stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der Forschungszentrum Jülich GmbH (FZJ) ist - also eigentlich den Antragsteller für den geplanten Transport der 152 hochverstrahlten Castorbehälter von Jülich nach Ahaus vertritt! Während das Pinkwart- Ministerium nun laut Münsterlandzeitung behauptete, er habe in seiner Aufsichtsratsfunktion geschrieben, stellte der Ahauser Bürgermeister klar, dass es sich um einen offiziellen Brief aus dem Innovationsministerium handelte. Der Staatssekretär vermischt also seine Funktionen und versuchte, seine Doppelfunktion zu verschweigen. (Quelle: BI SOFA Münster)


01.02.2010, 17:35Jülicher Zeitung online:

Die Linke» beantragt Kinderkrebsstudie in der Region Jülich

Jülich. «Die Linke» Jülich hat beim Rat der Stadt einen Antrag eingereicht, die ehemaligen Betreiber des AVR-Versuchsreaktor, aufzufordern, eine Kinderkrebsstudie nach den Kriterien der Universität Mainz in der Jülicher Region in Auftrag zu geben... weiter lesen


22. Januar 20109 DIE LINKE Jülich
Störfall 1978? DIE LINKE Jülich verlangt umfassende Aufklärung  

Im Jahr 1978 gab es beim Betrieb des AVR- Versuchreaktors in Jülich einen  Störfall, bei dem der Boden unter dem Standort mit radioaktiven Material kontaminiert wurde.  DIE LINKE Jülich verlangt sowohl von der zuständigen Bundesbehörde als auch von den ehemaligen Betreibern des AVR eine lückenlose Aufklärung darüber, was 1978 passiert ist und welche Gefahr für die Jülicher Bevölkerung damals und heute ausgegangen ist bzw. ausgeht! Außerdem hat DIE LINKE im Jülicher Stadtrat  inzwischen beantragt, dass die ehemaligen Betreiber des AVR aufgefordert werden sollen, eine Kinderkrebsstudie in Auftrag  zu geben ....weiter lesen

TV - Bericht des WDR, Lokalzeit Aachen (20.01.2010):    "Verstrahlter Boden"


Presseartikel: veröffentlicht in den Jülicher Nachrichten (AZV), 30.Juli 2009, Seite 15

"ATOMMÜLL- LAGER  AUF DEM MARKT" Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow- Dannenberg macht mit einer krassen Performence auf die strahlenden Hinterlassenschaften der Atomenergienutzung aufmerksam. Sofortiger Ausstieg gefordert (von SIMONE DOLFUS) Jülich. Die Farbkombination Schwarz-gelb ist den Atomkraftgegnern der Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (Gorleben) in mehrfacher Hinsicht nicht geheuer. Einerseits wird mit dieser Farbkombination vor radioaktivem Material gewarnt.

andererseits ist die dahinter stehende politische Konstellation keine Wunschvorstellung für die niedersächsischen Aktivisten, die mit ihrem «Anti-Atom-Bus» auf dem Jülicher Marktplatz Station machten.

Dort suchten sie nach einem geeigneten Platz, um Atommüll abzuladen, warben mit schwarz-gelben Sammlbüchsen um den radioaktiven Müll der Passanten. Mit ihrer Performance will die Bürgerinitiative darauf aufmerksam machen, dass niemand den Atommüll vor der Haustüre haben will. Aber die Umweltschützer wollen auch darstellen, wie aus ihrer Sicht willkürlich Gutachten über vermeintlich sichere Zwischen- und Endlager erstellt werden.

Gerhard Harder von der BI Lüchow-Dannenberg spricht sogar von «gekauften Gutachtern». «Das Herbeischaffen von Rohstoffen wie Uran verursacht Riesenschäden, der Betrieb der Atomkraftwerke ist nicht sicher - und anschließend weiß keiner, wohin mit dem Müll», klagt Harder.

Gerade in Jülich, wo die Reaktoren quasi vor der Haustür stünden, wolle man die Menschen für die Probleme der Atomkraft sensibilisieren. «Hier gibt es eine extreme Verstrahlung des AVR- Reaktors. Der atomare Müll wird hier momentan in einer simplen Industriehalle gelagert, der weder gegen Terroranschläge noch gegen Flugzeugabstürze gesichert ist», beschwert sich Martina Haase von der Aachener Initiative «AKW - nee!».

Ab 2011 rechnen die Umweltaktivisten auch für Jülich mit Blockaden wie in Gorleben, da ab diesem Zeitpunkt der Jülicher Müll ins Zwischenlager Ahaus transportiert werden soll. «Ein Endlager für den nuklearen Müll gibt es übrigens bis heute weltweit nicht», ergänzt Harder.

Viel Geld im Spiel

Harder und Haase verweisen darauf, dass bei der Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken viel Geld im Spiel ist. «50 bis 100 Milliarden Euro könnten die Betreiber dann zusätzlich einsammeln!» Man versuche deshalb gezielt, die Menschen über die Möglichkeiten alternativer Energiequellen zu täuschen.

«Heute können wir mit regenerativen Energien bereits 18 Prozent des Strombedarfs decken. Dabei hieß es vor zehn Jahren noch: Die Regenerativen sind reine Spielerei und kommen nie über zwei Prozent hinaus!», erinnerte Gerhard Harder an die damalige «Propaganda» der Kraftwerksbetreiber. Für Harder, Haase und die anderen Aktivisten, gibt es nur ein Ziel: Atomausstieg sofort.

Deshalb sind sie bereits seit vier Wochen auf Tour durch Deutschland und angrenzende Nachbarländer, um am 5. September in Berlin einzutreffen. Dort soll eine Großdemonstration auf die Missstände aufmerksam machen. Dem Protest auf dem Jülicher Marktplatz hatte sich indes die örtliche «Linke» angeschlossen. «Eine Technik, die man nicht beherrscht, darf man nicht weiter betreiben», so Manfred Penners, Sprecher der Jülicher «Linken»
.

 

 

DIE LINKE Jülich, Siegfried Faust, 30.12.2008
Einwendung gegen das Genehmigungsverfahren für den Abriss und die Verlagerung des Forschungsreaktorbehälters AVR:

Die Partei DIE LINKE Jülich hatte gegenüber der Bezirksregierung Einwendungen gegen das Genehmigungsverfahren für den Abriss und die Verlagerung des AVR- Behälters und für den Bau der Reaktorzwischenlagerstätte (RBZL) vorgebracht.

DIE LINKE Jülich protestiert sowohl gegen das Genehmigungsverfahren für den Abriss des Reaktorblockes (RB) als auch gegen die Verlagerung des AVR- Behälters des Forschungszentrums Jülich (FZJ) und den Bau der "Reaktorzwischenlagerstätte".

Begründet wurden die Einwendungen unter Anderem mit der Sorge, dass die geplante Reaktorzwischenlagerstätte weder gegen eventuelle Flugzeugabstürze noch gegen Erdbeben gesichert sei. Die Tatsache, dass Jülich beispielsweise sehr oft von AWAC- und schweren Transportflugzeugen der NATO in geringer Höhe überflogen wird sowie die tektonische Besonderheit der "Jülicher Scholle" unterstreichen diese Sorge.

Außerdem sorgt das Vorhaben, bei der Lagerung des Reaktorblockes (RB) im RBZL entstehendes Wasserstoffgas in Druckluftbehälterflaschen abführen zu wollen, für einigen Klärungsbedarf.

Beide Genehmigungsverfahren wurden zwar in der örtlichen Presse angekündigt und konnten in Amtsblättern eingesehen werden - die Partei DIE LINKE bemängelt aber, dass die Problematik durch die viel zu kurz angesetzte Auslegezeit den Bürgerinnen und Bürgern nicht in vollem Umfang verständlich gemacht wurde. Außerdem wurden die Kommunen der betroffenen Region, einschließlich Belgien und den Niederlanden, nicht über das Vorhaben der Reaktorzwischenlagerung im Jülicher Umland in Kenntnis gesetzt.
 

Beim Erörterungstermin zum Genehmigungsverfahren am 24.November 2008 im Aachener Eurogress verteidigten die Bezirksregierung sowie VetretrInnen des Jülicher Forschungszentrums und des TüV Rheinland die Genehmigungsverfahren für den Abriss und die Zwischenlagerung des AVR Reaktorblockbehälters gegenüber den Einwendern
 

So wurde von einem Vertreter des FZJ die Ansicht vertreten, dass durch die inzwischen durchgeführte komplette Verfüllung des Raktorblockbehälters mit Porenleichtbeton die Vertrahlungsgefährdung, die vom AVR-RB ausgehen könnte, auf ein seiner Meinung nach akzeptables Minimum reduziert wurde. Eine Vertreterin des TüV- Rheinland  stufte die Wahrscheinlichkeit, dass der RBZL durch ein Erdbeben betroffen werde könnte, als unbedenklich ein. Die Bedenken der LINKEN Jülich, dass sich das RBZL innerhalb des direkten Start- und Landekorridors des US- Air Force- Stützpunktes Geilenkirchen befände und die über Jülich oft weit unterhalb der vorgeschriebenen 600 Meter Flughöhe fliegenden NATO- Jets nicht nur ein großes Gefahrenpotential für die Einwohner der Stadt sondern dann auch zusätzlich noch eine direkte Vertrahlungsgefahr als Folge eines Absturzes ( z.B. im Landeanflug) in sich bergen, wurden vom TüV als "statistisch falsch" dargestellt. Jülich befände sich nicht in einem Flugkorridor, da der Stützpunkt der US- Air- Force weiter als 25 Kilometer entfernt wäre!
 

DIE LINKE Jülich hat diese unverantwortliche Darstellung massiv kritisiert. In der TV- Sendung Lokalzeit des WDR Aachen am 25.11.2008 konnte der Sprecher der LINKEN Jülich, Siegfried Faust, den Standpunkt seiner Partei, vor allem zur Situation der Tiefflüge der NATO-Flugzeuge über dem Jülicher Stadtgebiet, öffentlichkeitswirksam vortragen.

Eine abschließende Erklärung der Bezirksregierung in dieser Angelegenheit liegt noch nicht vor, DIE LINKE Jülich wird aber die Umsetzung des RB des AVR kritisch beobachten.

In der Konsequenz hat sich DIE LINKE Jülich  vorgenommen, in der nächsten Legislatur im Jülicher Stadtrat sowohl die Durchführung einer wissenschaftlichen Kinderkrebsstudie in der Region Jülich zu beantragen bzw. einzufordern  als auch darauf hin zu wirken, dass die Landes- und die Bundesregierung die US- Air- Force auffordert, sich künftig strikt an die vorgeschriebenen Luftkorridore und Flughöhenzu zu halten sowie das das Ablassen von Kerosin über dem Jülicher Stadtgebiet künftig generell zu unterbleiben hat.  Dies Punkte wurden deshalb in das Wahlprogramm der LINKEN Jülich für die Kommunalwahlen 2009 übernommen.

 
          

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Video:-Blockade vor RWE-A ktionärsversammlung

 

 

Video: ASW Sprecher S. Faust vor etwa 15.000 Menschen auf dem Kölner Neumarkt

 

Video von der Anti Castor Demo am 30.1.11 in Jülich (Kreuz und quer- geht nicht mehr):

 
 

 

 

 
 
 

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