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31.März 2009 Manfred
Penners, DIE LINKE Jülich
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Unsere Position: Nein zum Bourheimer Autohof ! |

Im Zuge der Diskussion über die Stadtentwicklung in Jülich, kommt man auch nicht
um das Thema des geplanten Autohofes zwischen Jülich und Aldenhoven herum.
1. Wer von den Bürgern in Jülich glaubt denn eigentlich, dass die Stadt nicht
davon berührt wird? Wir leben nicht auf einer Insel der Glückseligen und wasch
mich, aber mach mich nicht nass, gibt es leider auch nicht. Bein einem
täglichen Aufkommen von 1500 Fahrzeugen, die nach Prognosen der Befürworter
den geplanten Autohof anfahren und wieder verlassen sollen, fließt der Verkehr
leider nicht nur in eine Richtung wieder ab. Viele Spediteure halten Ihre
Fahrer bereits heute dazu an, Mautstrecken zu meiden. Das bedeutet im
konkreten Fall: Man verlässt frühestens in Alsdorf oder Aldenhoven die
Autobahn Richtung Autohof und nach der Pause oder dem Betanken geht es weiter
Richtung Dürener Autobahn oder zur Auffahrt Titz- Jackerath. Dies wiederum hat
zur Folge, dass die Große Rurstraße in Jülich zur Mautumgehungsstrecke
avanciert!
Ein erhöhtes Aufkommen von Schwerlastverkehr rund um die Uhr wäre für die
Bürgerinnen und Bürger von Jülich eine enorme Belastung, da es automatisch
Lärm, Gestank und eine höhere Feinstaubbelastung mit sich bringt. Hierzu kommt
die Frage des Verkehrsflusses in den Hauptverkehrszeiten, der ja jetzt
zeitweise schon ziemlich zähflüssig und stockend auf der Großen Rurstraße
verläuft. Sind unsere Straßen in Jülich, Mersch, Titz oder in den Gemeinden
rund um Jülich sicher und beständig dafür ausgelegt? Da man, wenn man durch
Jülich geht und sie betrachtet, jetzt schon das Gefühl hat, dass unsere
Straßen unter Denkmalschutz stehen: Selbst mit 5-6 stelligen Gewerbe- oder
Vergnügungssteuereinnahmen sind die zu erwartenden Schäden an unseren Straßen
nicht zu bezahlen!
Ein überproportioniertes Biomassekraftwerk, das auch für den Autohof geplant
ist, wäre- wie bereits zu Recht von Bourheimer Bürgern bemängelt- eine
erhebliche Belastung für die betroffenen Anwohner und führt zu einem noch
höheren Aufkommen an Schwerlastverkehr in der Region zwischen Buerheim und
Aldenhoven. Hinzukommend der Verbrauch von Biomasse (Mais usw.), wobei
mittlerweile der Trend dahin geht, dass in Biomassekraftwerken wegen fehlender
Naturrohstoffe schon Brot und Backwaren aus Brotfabriken und Großbäckereien
verarbeitet bzw. verheizt werden. Die Folge solcher Kraftwerke in
unmittelbarer Nähe von Wohngebieten sind unangenehmen Geruchsbelästigungen,
ganz davon zu schweigen, dass die Realität in Deutschland heute leider so
aussieht, dass die Zahl armer Menschen stetig zunimmt und Lebensmittel, die
nicht zum Verkauf bestimmt sind, vorrangig diesen Menschen oder
Hilfsorganisationen wir z.B der Jülicher Tafel zu Gute kommen sollten.
Die von den Befürwortern des Autohofes in Aussicht gestellten 350
Arbeitsplätze sind bisher definitiv nicht festgezurrt worden. Wie viele
Arbeitsplätze sind Vollzeit, wie viele im Niedriglohnbereich oder in
Teilzeit?. Es sind blumige Versprechungen, die wie immer darin enden werden,
dass man Alles mit prekärer Beschäftigung erledigt, um profitabel zu bleiben.
Dieses Projekt ist weder ökologisch noch nachhaltig sonder es geht klar zu
Lasten der Bürger und Steuerzahler , vorallem der Menschen in Bourheim, die zu
Recht befürchten das Ihre Grundstücke und Immobilien an Wert verlieren werden
und nicht zuletzt der Bürgerinnen und Bürger in Jülich, die eine vom
Schwerlastverkehr 24 Stunden am Tag frequentierte Strecke direkt vor ihre
Haustür bekommen werden.
Der Stadtverband DIE LINKE Jülich lehnt
solche abenteuerlichen und undurchsichtigen Vorhaben aus Schärfste ab und stellt
sich klar
sowohl
hinter die betroffenen Bürger in Bourheim als auch hinter Jene, die in Zukunft
davon betroffen sein sollten.
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