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Die Stadt Jülich möchte eine neue katholische
Grundschule (KGS) errichten. DIE LINKE Jülich lehnt dieses Konzept
eines Schulneubaues für eine Grundschule ab.
Wir halten die Trennung von Schülerinnen und Schülern
bereits nach 4 Schuljahren für falsch und nicht mehr zeitgemäß! DIE
LINKE verfolgt anderes Lernkonzept: Unter dem Slogan „Länger
gemeinsam lernen" wollen wir eine Schule, in der die Klassen bis zum
8. Schuljahr dann auch gemeinsam lernen können. Entsprechende
Beschlüsse hat DIE LINKE NRW auch in ihr Wahlprogramm für die
Landtagswahl 2010 aufgenommen.
Die Aufteilung von Schülerinnen und Schülern nach
bereits 4 Lernjahren bringt nachweislich deutliche
entwicklungshemmende Folgen für viele Kinder mit sich. So werden
späterer Entwicklungssprünge, die nicht selten bei Kindern erst nach
dem 10. oder gar 12. Lebensjahr einsetzen, nicht mehr
berücksichtigt. Außerdem ist nachweislich immer öfter auch eine
Selektion nach sozialer oder nationaler Herkunft die Konsequenz des
bestehenden Grundschulkonzeptes in NRW, bei dem sich außerdem die
Kinder nach 4 Schuljahren auch noch an ein neues Umfeld mit neuen
MitschülerInnen und neuen LehreInnen gewöhnen müssen. Eine
Ungleichverteilung der Bildungschancen ist das konsequente Ergebnis
der Grundschulpolitik in NRW.
Die für Jülich geplante katholische Grundschule soll
zu großen Teilen mit Fördermitteln finanziert werden. Die Auswertung
des Schulentwicklungsplanes besagt allerdings, dass bereits 2015,
rechnet man alle Grundschulen der Stadt zusammen, 19 Klassenräume
leer stehen!
Beschlossen wurde das KGS - Konzept, genau wie der
von uns ebenfalls in Frage gestellte Umzug der Realschule, in der
letzten Legislatur. DIE LINKE trägt für die Zuordnung von Mitteln
aus dem Konjunkturpaket deshalb keine Verantwortung. Zweifel am
Konzept sind allerdings angesichts sinkender Schülerzahlen und
fraglicher Auslastung der KGS durchaus angebracht. Die erforderliche
Sanierung der Hauptschule, in die die KGS derzeit integriert ist,
ist durchaus auch ohne einen Schulneubau umsetzbar.
Statt- auch um um jeden Preis Bundeszuschüsse abrufen
zu können- eine überflüssige Schule neu zu bauen, schließt sich DIE
LINKE im Jülicher Rat der Forderung der UWG Jül nach Umsetzung eines
Gesamtschulkonzeptes für den Dürener Nordkreis an. Diese Forderung
deckt sich auch mit unseren Aussagen im Jülicher Wahlprogramm
der LINKEN zur Kommunalwahl 2009.
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